Zwei Handbreit unter dem Himmel

phoca_thumb_l_kp049Besteigung des Pik Lenin (7134m) in Kirgisistan, Test von Blutzuckermessgeräten unter Extrembedingungen.

Bericht und Photos

Antarctica

Bergabenteuer in der weissen Unendlichkeit

phoca_thumb_l_09-aufstieg zum lager iEisige Windböen fegen über die Blankeis-Landebahn an den Patriot Hills, an einen Abflug in die Antarktis ist nicht zu denken. Doch die Abendstunden bringen Wetterbesserung am fernen Ende dieser Welt, das Warten hat ein Ende. Ein einziges Flugzeug wartet auf dem verlassenen Flugfeld von Punta Arenas in Südchile. Das Rot des schwindenden Tages lässt die riesige Iljuschin wie ein dunkles, geheimnisvolles Monster erscheinen, das uns in eine fremde Welt bringen soll.
Wir, gut dreißig Bergsteiger aus aller Welt, strömen zum Einstieg. Keine Gangway, keine komfortablen Sitzreihen. Die mächtigen Heckklappen stehen weit offen, so als sollen wir Winzlinge von dem riesigen Flieger verschlungen werden. Wir klettern über eine Hühnerleiter und Unmengen von Fracht, verschwinden im schwach beleuchteten Bauch des Ungetüms, schnallen uns an den schmalen Klappsitzen an den Seitenwänden der Iljuschin fest und fühlen, dass das Abenteuer in einer unwirklichen Wirklichkeit schon begonnen hat.
Mein Blick schweift die Sitzreihen entlang. Hier finden sich einige der ganz großen Namen der Bergsteigerwelt. Einige kenne ich aus der Bergsteigerliteratur, aus Zeitschriften und Abenteurer-Filmen. Nun sitzen sie neben mir, werden in den nächsten Wochen meine Bergkameraden sein. Uns alle erwartet ein Abenteuer der ganz anderen Art – der 5140 Meter hohe Mount Vinson, der höchste Gipfel auf dem unwirtlichsten aller Kontinente.
Mitten in der Nacht landen wir auf dem Blankeis von Patriot Hills, die Sonne wird hier nicht mehr untergehen. Nur wenige Stunden sind uns im komfortablen Camp vergönnt, eine Twin Otter auf Schiern fliegt uns weiter zum 250 km entfernten Vinson-Basislager.
Erste Gehversuche in den Bergen, weite Gletscherhänge, ein kleiner Gipfel mit spannendem Firngrat. Wir erfahren es erst später: Nie zuvor war ein Mensch dort oben gestanden.

Bericht und Photos

nEVEREST 9000+

phoca_thumb_m_titelleiste everestVom Toten Meer bis zum Gipfel des Mount Everest sind 9261 Höhenmeter (30384 Fuß) zu überwinden. Mit dem Fahrrad und zu Fuß, meist allein, manchmal auch in Begleitung von Menschen, die ebenfalls ihr Leben als Diabetiker aktiv in die Hand nehmen, wird er mehrere tausend Kilometer unterwegs sein. Viel Erfolg!

Bericht und Photos

Route

 


DENALI - AUF DER HIMMELSLEITER DER ARKTIS

phoca_thumb_m_13-geri auf dem gipfel des denali-01Es ist knapp nach Mitternacht. Unruhig wälze ich mich in meinem Schlafsack. Habe ich schon geschlafen oder habe ich die ganze Nacht trüb vor mich dahin sinniert? Wie auch immer, in einer Stunde müssen wir raus. Zelte abbauen, Frühstück machen, essen, die Schlitten und Rucksäcke beladen, Klettergurte anlegen, anseilen, alles für Spaltensturz und –bergung vorbereiten. Es wird saukalt sein. Eben wegen dieser Kälte brechen wir so früh auf. Die schmalen Schneebrücken über die Gletscherspalten werden dann noch vereist und tragfähig sein, die beste Zeit, um ohne kräfteraubende Spaltenstürze über den flachen Kahiltna-Gletscher aufzusteigen.

 

Bericht und Photos

CHO OYU – GÖTTIN DES TÜRKIS

die Besteigung des sechsthöchsten Berges der Erde (8201m)

 

07-blick von lager i auf den cho oyuUnaufhörlich prasselt der Regen auf die Scheiben des Busses. Nur undeutlich können wir die Scheinwerfer anderer Fahrzeuge wahrnehmen. Alles bewegt sich im Schritttempo. Wochenlang haben die Bauern unter der Trockenheit gelitten, nun holt der Monsun alles nach, was er im Frühsommer versäumt hat. Überall gehen Muren ab und gestalten die Fahrt zum nächtlichen Abenteuer. Wir aber sind zufrieden. Nach Tagen aufreibenden Wartens sind wir endlich in Bewegung. Wie langsam auch immer, wir bewegen uns endlich zu auf die Grenze unserer Träume – morgen wollen wir in Tibet sein.

Bericht und Photos

IM ZAUBER DER MONDBERGE

Wie Winzlinge bewegen wir uns durch eine alles Leben beherrschende Vegetation, wir bahnen uns den Weg durch eine Pflanzenwelt, die in unseren Breiten in niedlichen Blumentöpfen so manche Wohnung ziert – Lobelien, Johanniskraut, Wiesenblumen. In der Welt aus Regen und Wolken nehmen diese Zierpflänzchen gigantische Dimensionen an. Lobelien überragen uns um sechs oder sieben Meter, Strohblumen so groß wie wir selbst. Johanniskraut, kein Kraut, das sind 15 Meter hohe Bäume, durch deren Unterholz wir uns den Weg bahnen müssen. Fast unheimlich wirkt diese riesenhafte Pflanzenwelt, undurchdringbar, unbewohnbar. Kein Tierlaut ist zu vernehmen und abseits des einzigen Pfades wird man auf keine Menschen stoßen. Gedanken an Gullivers Reise ins Land der Riesen von Brobdingnag, vor fast einem halben Jahrhundert gelesen, werden wach. Das chaotische Gewirr aus Blumen und Kräutern bildet einen kaum durchdringbaren Schutzwall rund um die Geheimnisse im Zentrum dieser Berge, so als wäre diese Pflanzenpracht dazu bestimmt, die kristallene Schönheit einer hier am Äquator nie zu erwartenden Eiswelt vor allen Eindringlingen zu bewahren.

Bericht und Fotos