Reise ins Reich des Donnerdrachens

Dampfende Schwuele, der Schweiss rinnt aus allen Poren, der Kopf droehnt vom staendigen Gehupe und Geklingel, es riecht nach schlammig aufgeworfener Erde, vermischt mit scharf beissendem Abfallgeruch – wir schlendern durch das Menschengewuehl der Strassen und Gassen Kalkuttas, vorbei an endlos aneinander gereihten winzigen Geschaeften, Bretterbuden und Hinduschreinen.
Schockierende Bilder von den Aermsten der Armen, hungernd in Dreck und Apathie, viele nur notduerftig bekleidet, Krueppel ohne Unterleib auf Haenden rutschend, nackte Saeuglinge neben der im Dreck liegenden Mutterbrust. Ohnmaechtig muessen wir diese Bilder in uns eindringen lassen.
Da ist nichts Liebliches in dieser Stadt, kein Platz der Entspannung, wo man die Augen vor der bedrueckenden Realitaet verschliessen kann. Ein Hinweisschild weist zum Ordenshaus der Mutter Teresa. Ein Leben lang hat sie dort den Hoffnungslosen ein wenig Trost gegeben, das Bild der Stadt hat auch sie nicht veraendern koennen.

 

Saftig gruene Reisfelder, kleine Doerfer mit bunten Maerkten, Siedlungen aus Bretterbuden und Wasser ohne Ende, maechtige Fluesse, der groesste 6,5 km breit – so erleben wir im Bus das Land zwischen den Millionenstaedten Kalkutta und Dhaka, dem dichtest besiedelten Flecken dieser  Erde.
Verkehrsgewuehl bis lange nach Mitternacht, so empfaengt uns Dhaka, die Hauptsstadt von Bangladesh. Das Elend scheint hier weit geringer als in Kalkutta. Bei einer Bootsfahrt erleben wir das geschaeftige Treiben der Millionenstadt, das sich zu grossen Teilen am und auf dem Buriganga-Fluss abspielt.

 Drei Stunden benoetigen wir, um der aus der Stadt strebenden Lawine aus Bussen, LKWs, Scootern und Fahrradrikschas zu entgehen. Die Verkehrsregeln sind klar und eindeutig – der Staerkere gewinnt, der Schwaechste wird von der Strasse gefegt. Das setzt sich auch fort, als unser Bus endlich freie Bahn zum Rasen hat und wir bei haarstraeubenden Ueberholmanoevern staendig dem Tod ins Auge blicken. Wir? Nein, vor allem die Rad- und Rikschafahrer blicken dem Tod ins Auge. Keiner darf einen Fehler machen. Unzaehlige Male muessen sie den Asphalt mit dem Strassengraben tauschen, und das stets im richtigen Augenblick.
Erstmals sieht Geri diesen Ueberlebenskampf  vom erhabenen Sitz des Buspassagiers. Von hier oben sieht alles noch viel bedrohlicher aus. Mit Schaudern denkt er daran, dass er selbst vor drei Jahren, auf seinem Weg zum Mount Everest, 1500 km lang als Schwaechster der Strasse, als Radfahrer  sich durch diese Welt kaempfen musste.
Irgendwann hat er sich damals an diesen Wahnsinn gewoehnt und so gewoehnen auch wir uns bald daran, gewinnen Vertrauen und landen schliesslich sicher in einem der idyllischsten Flecken dieses Landes – im Gebiet der Teeplanntagen um Sreemongol. Ein kleines Guesthouse, gastfreundliche Menschen, einfache Doerfer in laendlicher Idylle – fuer einige Tage entfliehen wir hier dem Laerm und Stress der grossen Staedte.

 Zu ungewisser Fahrt brechen wir aus dem 1500 Meter hoch gelegenen Bergstaedtchen Shillong nach Guwahati im indischen Assam auf. Assam ist wieder einmal im Aufruhr und ein Generalstreik droht jeglichen Verkehr lahm zu legen. Wir muessen Stefan vom Flughafen abholen, wir muesen morgen in Bhutan sein – wie soll das gehen? Das Glueck ist auf unserer Seite und der Generalstreik wird im richtigen Augenblick abgesagt. Wir geniessen die Fahrt aus den Bergen hinunter durch den von Wasserfaellen, Palmen und riesigen Farnen durchzogenen Dschungel in die Tiefebene Assams und koennen unseren Freund Stefan ungehindert und rechtzeitig vom Flughafen in Guwahati abholen. Nach einer Substandard-Nacht in einem aeusserst einfachen, von Kakkerlaken gerne frequentierten Hotel fahren wir am naechsten Morgen auf winzigen Landstrassen weiter in den Norden. Das Weltreich Indien endet abrupt und unvermittelt. Am Ortsausgang des indischen Doerfchens Darranga versperrt ein mit Ornamenten geschmuecktes Tor die Weiterfahrt. Nur zu Fuss koennen wir hindurch und gelangen in eine voellig neue, paradiesische Welt – Bhutan, the Land of Happiness.

 Anakonda wird die in langen, engen und steilen Kehren auf- und abwaerts fuehrende Bergstrasse durch atemberaubende Landschaft genannt. Wir erklimmen immer wieder bis zu 3700m hohe Paesse, Wasserfaelle rauschen ueber steile Abhaenge in tief eingeschnittene Taeler, an den Haengen verstreut entzueckende Haeuschen im bhutanesischem Stil, ausschliesslich mit Holz und Lehm erbaut, Fachwerk mit Bogenfenstern, reichlich mit Ornamenten und Schnitzereien verziert.
Ein Wald aus bunten Gebetsfahnen ist nicht nur vor jedem Haus zu finden, die Schnuere spannen sich ueber die dicht bewaldeten Haenge, Bruecken,  umrunden die zahlreichen Chorten mitten auf der Strasse, heilige Monumente aus Stein – ein Muss sie links zu umfahren.

 Nur mit einem Guide und mit einer Eintrittsgebuehr von 160 US Dollar pro Tag werden Touristen in dieses Land of Happiness gelassen, in der Hochsaison sind es gar 200 Dollar. Wer bereit ist, diese gewaltigen Summen zu bezahlen, wird hier nichts vermissen – alles ist inkludiert: Guide, Transport, alle Mahlzeiten, erstklassige Hotels und auch alles, was fuer ein Trekking durch die Berge erforderlich ist.
Das Land wurde von einem fast als Heiligen verehrten Koenig weise regiert, im Vorjahr ist sein nunmehr 29jaehriger Sohn gekroent worden. Es gibt wohl kaum einen Bereich, der nicht zum Wohl der Leute und der Natur wohldurchdacht wird. Gross National Happiness ist das Wort der Stunde und einziges Ziel scheint es zu sein, dieses Bruttosozialglueck zu steigern.
Gespenstische Nebelfetzen ziehen auf unserer Fahrt vorbei, manchmal ist die Umgebung kaum mehr zu erkennen – es ist Monsunzeit. Trotzdem bleiben wir vom Regen weitgehend verschont, denn es schuettet vornehmlich in der Nacht.

Ein unglaublicher Anblick, wenn die Sonne durchbricht und den Blick freigibt auf einen der unzaehligen Dzongs, Klosterburgen mit Tuermen und sich schichtweise nach oben verjuengenden teils vergoldeten Daechern. Diese meist weithin sichtbaren Dzongs wirken wie Festungen aus laengst vergangenen Tagen. Doch sie sind auch heute noch weltliches und religioeses Verwaltungszentrum der jeweiligen Region. Finanz- und Meldeamt in uralten Raeumen mit zeitgemaesser, computerunterstuetzter Ausstattung – welch ein Bild.

Das touristische Interesse gilt vorwiegend dem religiesen Bereich des Dzongs, den Behausungen und Ausbildungsstaetten der Moenche und natuerlich dem Tempel.

Wir beobachten kleine rotgewandete Moenchsbuben beim Schreiben und Lesen und lauschen den eindrucksvollen Klaengen der grossen Trommeln und den bodenlangen Hoernern.

Im Innersten des Heiligtums befinden sich riesige und kleinere vergoldete Statuen von Buddha, Heiligen und verehrten Persoenlichkeiten. Kunstvoll aus gefaerbter Butter hergestellte Gebilde, Schalen mit heiligem Wasser, Blumen, Raeucherstaebchen zieren eine Art Altar, und natuerlich diverse Opfergaben, meist Geldscheine, aber auch Obst, Kekse, Chips, Cola, Alkohol…

Karma, unser Guide, immer in landesueblicher Tracht mit einer Art kariertem Rock bekleidet, fuehrt uns anhand der praechtigen Wandmalereien in den Buddhismus ein, untermauert all dies mit unzaehligen Geschichten, die manchmal wie die Sagen des klassischen Altertums anmuten.

 

Mit mueden Sinnen kehren wir allabendlich in unsere nicht etwa einfache Bleibe, sondern geniessen grossartige Hotels, alle im bhutanesischem Stil, wie alles hier, auch die Schulen, Krankenhaeuser und selbst die Tankstellen. Koestliche Speisen werden uns aufgetischt: zarte Rinderstreifen und etliche Schuesseln mit rotem Reis, lecker zubereitetem Gemuese und natuerlich Chili – Nationalspeise Bhutans.

Trotzdem sind wir gluecklich, als uns unser Guide zu seinen Verwandten in ein kleines Farmhaus einlaedt: Unser Nachtlager besteht aus am Boden aufgebreiteten Matratzen, ein einfaches Mahl und selbst hergestellter Reiswein. Aber welch grossartiges Gefuehl in froehlicher Runde mit den Einheimischen zu sitzen!

 

Nachdem wir auf der einzigen Strasse Bhutans das Land von Osten nach Westen durchquert haben, erreichen wir die Hauptstadt Thimpu, ca. 100 000 Einwohner, wohl die einzige Metropole der Welt, in der es keine Verkehrsampel gibt.. Der Polizist, der an Thimpus lebhaftester Kreuzung unter dem Dach eines kleinen Haeuschens den Verkehr regelt, ist ein Kuenstler, seine gleitenden Handbewegungen in weissen Handschuhen wirken  wie Figuren eines Taenzers.

Wir werden hier nicht lange verweilen, denn nun soll uns eine 10-taegige Wanderung tief hinein in die Berge des Himalaja fuehren.

 

Wer geht im Monsun in Bhutan trekken? Niemand, antwortet Karma hoeflich. Dass das Ganze eine Schnapsidee ist, will niemand aussprechen, doch die auftretenden Begleitumstaende beduerfen keiner Interpretation.

Waehrend unserer 10-taegigen Wanderung wollten wir zwei langen Taelern ueber zwei hohe Paesse folgen – der sogenannte Jomolhari-Trek. Es gibt ihn nicht mehr. Die Regenfaelle des Monsun haben die Wege und Bruecken unseres Aufstiegstales weggeschwemmt. So muessen wir unseren Weg bereits in einem kleinen Waeldchen ueber Thimpu starten und sollten nach vier Tagen auf den begehbaren Teil des Jomolhari-Treks treffen. Ausser unseren Horsemen kennt niemand diesen Weg, von Touristen ist er noch nicht begangen worden. In jedem Fall wird dadurch unser Weg um vieles laenger, dennoch stehen uns nur die geplanten 10 Tage zur Verfuegung – moerderisch lange Tagesetappen sind zu erwarten.

Am 16. August fahren wir morgens in dieses Erholungsgebiet bei Thimpu und treffen auf 13 Packpferde bzw. Maultiere, zwei Koeche, zwei Horsemen und einen Helfer, und natuerlich auf unseren treuen Guide Karma. Geri ist fassungslos! Wozu der ganze Aufwand? Als erfahrener Nepal-Trekker ist er es gewohnt, ohne Begleiter mit seinem Rucksack von Dorf zu Dorf zu ziehen und dort Unterkunft und Verpflegung vorzufinden. Doch Bhutan-Trekking ist nicht Nepal-Trekking! Es wird hier keine Doerfer geben. Alles, was wir brauchen, muessen wir mit uns fuehren. Und ob es die Wege und Bruecken, die unsere Horsemen kennen auch nach den Regenfaellen der letzten Wochen noch gibt, das werden die naechsten Tage weisen....

 

Durch herrlich duftenden Nadelwald steigen wir von 2800 m auf, kaum zu glauben, dass wir am Fusse des Himalaja marschieren!

Wir umrunden immer wieder Chorten, passieren kleine, oft steil und malerisch in den Abhang gebaute Kloester, und sind nach rund vier Stunden bereits am 4100 m mit Gebetsfahnen umwehten Dochu-Pass. Von hier sollte es eigentlich bergab zum Zeltlager gehen, aber fuer unseren Guide Karma ist der Weg genauso neu wie fuer uns.

Ohne grosse Hoehenunterschiede geht es nun ueber unzaehlige kleine Paesse, hinter jeder Gelaendeformation erhoffen wir das Ende unseres Tagwerks. Erst nach weiteren drei Stunden erblicken wir auf einer lieblich anmutenden Blumenwiese unser Lager! Lager? Ja, unsere Mannschaft ist mit den Pferden schon vor einer Stunde hier angekommen und hat die Zelte aufgestellt. Nach Tee und Keksen kuscheln wir uns etwas erschoepft in unsere Schlafsaecke und stehen erst wieder zum von unseren Koechen koestlich, in mehreren Gaengen zubereitetem Abendessen auf.  Luxus auch hier in the middle of nowhere. Zartes Gebimmel der umherstreunenden Pferde begleitet uns in den wohlverdienten Schlaf.

 

Bereits um 6Uhr 30 wird uns am naechsten Morgen heisser Tee und Waschwasser zum Zelt serviert. Leider ist uns der Wettergott heute gar nicht gut gesonnen – es schuettet den ganzen Tag! Schnell werden die steilen Bergpfade zu Baechen,  wir muehen uns in wild bergab stuerzendem Wasserrinnen ueber Geroell und rutschige Schieferplatten.

Bald schon sind wir waschelnass und mit quatschenden Schuhen erreichen wir nach

sieben Stunden einen 4400m hohen Pass, unter dem unser Lager liegt.

Kurz bricht sogar die Sonne hervor, aber schon nach wenigen Minuten hat uns der wie ein Daemon nacheilende Nebel wieder eingeholt. Haetten wir doch, wie unser Guide meinte, auf der Passhoehe laut schreien sollen, um die Daemonen zu verscheuchen?

 

In der Nacht herrscht grosse Aufregung! Ein Leopard ist um unser Lager geschlichen, die Pferde sind in wilder Panik davongestuerzt. Geduldig sammelt Dopke am Morgen seine Tiere von den verstreuten Berghaengen ein.

Ein herrlicher Sonnenmorgen erwartet uns und gibt den Blick frei auf tiefgruene Bergseen, umringt von imposanten Bergketten, eingebettet in ein maerchenhaftes Blumenmeer, es duftet nach Minze und anderen frischen Kraeutern.

Und dann entdecken wir Edelweiss! Nicht eines – wie ein weisser Strahlenteppich ziehen sie entlang unseres Pfades!

Unsere Abenteuerlust wird an breiten Fluessen gestillt: diese muessen wir etliche Male durchqueren. Waehrend Geri und Stefan ihre Schuhe ausziehen und sich durch die reissende und eisige Stroemung kaempfen, bestehen unsere Begleiter darauf, Sylvia durchs Wasser zu tragen.

 

In den naechsten beiden Naechten prasselt heftiger Regen auf unser Zeltdach und am Morgen muessen wir wohl oder uebel in nasse Socken und Schuhe schluepfen, denn trocken wird nun nichts mehr…

Am vierten Tag begegnen wir erstmals Menschen. Hinter einer der vielen Passhoehen tauchen unvermittelt zwei Steinhuetten von Yak-Hirten auf. Scheu blicken die Bewohner aus den Huetten heraus, niemand kommt auf uns zu. Besucher ist man hier nicht gewohnt.

 

Wieder geht es durch grandiose Landschaft und ueber mehrere Paesse hinauf auf den fast 5000 Meter hohen Yale-Pass. Selbst in dieser Hoehe gucken noch bunte Blumen unter den Schneehaeubchen hervor.

Waehrend Geri und Stefan keuchend zur Passhoehe gelangen, erobert sie Sylvia diesmal auf dem Ruecken eines Pferdes…

 

Ruhetag! Und ein strahlend sonniger noch dazu! Wir raeumen all unsere Sachen zum Trocknen aus dem Zelt, geniessen den Blick auf die Eiswaende der uns umgebenden, fast 7000 Meter hohen Berggiganten Jichu Drake und Tsheri Kang.

Anderntags brechen wir fruehmorgens auf und steigen durch Rhododendronwaelder immer hoeher hinauf, begleitet von lieblichem Vogelgezwitscher und dem Krachen abgehender Eislawinen.

Immer wieder treffen wir auf Yakherden, der Anblick der maechtigen Bullen laesst uns erschaudern und viele haben die laestige Angewohnheit, mitten am Weg zu liegen. Unglaublich! Es reicht, sich zu buecken und einen kleinen Stein aufzuheben, und die maechtigen Viecher nehmen Reissaus.

So schoen das Wetter heute ist, knapp unter dem 4890m hohen Nyile-Pass faengt es an zu graupeln und eisiger Wind blaest uns entgegen. Trotz Nebels wagen Geri und Stefan noch den Aufstieg auf den 5090m hohen Nyilele Peak.

Im Abstieg verweilen wir in einer Huette von Yak-Hirten. Beissender Rauch im Inneren truebt die Gemuetlichkeit. Trotzdem ist es interessant, die Verarbeitung des Yakkaeses zu verfolgen. Wir schluerfen frische Yakmilch und machen uns gestaerkt an den weiteren Abstieg.

 

Weil es nun fast ohne Unterlass regnet, steigen wir in statt der geplanten drei in nur zwei Tagen nach Drugyel Dzong, dem Beginn der Asphaltstrasse, ab -  ein langwieriges, taeglich bis zu neun  Stunden dauerndes muehsames Unterfangen, muessen wir uns doch durch Schlamm und Matsch kaempfen! Es wird ein zweitaegiger Balanceakt auf duennen Aesten, glatten Wurzeln und spitzen Steinen, bei jedem Ausrutscher landet man unweigerlich im Morast…

Begleitet wird der Weg von einem gewaltig reissenden Fluss, der zum Teil den Pfad ueberspuelt, sodass wir uns an Gebuesch , Wurzeln und Aesten festhalten muessen, um ueberhaupt passieren zu koennen.

Und dann tut sich vor uns ploetzlich der Abgrund auf! Eine Schlammlawine hat den Weg weggerissen! Ratlos stehen wir samt Pferden vor dem Aus, ein Weiterkommen scheint unmoeglich! Aber wir muessen irgendwie durch!

Meine armen Pferde, jammert einer der Horseman und treibt sie den fast senkrechten Abhang durch das dichte Unterholz hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Vorsichtig queren wir inzwischen auf einem fussbreiten Streifen, tief unter uns der bruellende Fluss! Als wir drueben sind, atmen alle auf, weder Mensch noch Pferd sind abgestuerzt…

 

Muede und voller Dreck wanken wir gegen Abend ins Hotelresort in Paro. Kaum trauen wir uns in die Hotelhalle, aber gleich werden uns fuersorglich alle Sachen abgenommen, zum Waschen gebracht, und der Tisch reichlich gedeckt.

Noch in der Nacht traeumen wir vom Springen von Stein zu Stein – nur ja nicht ausrutschen,  nur ja nicht FALLEN…..

 

Den letzten Tag verbringen wir wie die meisten Touristen in Bhutan. Wir steigen zum Taktsang-Kloster, dem touristischen Highlight des Landes hinauf.  Das als Tigernest bekannt gewordene Kloster klebt in einer Hunderte Meter hohen, senkrechten Felswand - ein atemberaubender Anblick.

Danach trennen sich unsere Wege. Sylvia und Stefan kehren auf verschiedenen Routen nach Oesterreich zurueck, Geri fliegt weiter nach Kathmandu, von wo er wenige Tage spaeter nach Tibet zum Cho Oyu aufbrechen will.